Kreuzweg mit Mödlinger Erzählfiguren

Am Freitag, dem 9. März 2007, haben Frauen der Pfarre St. Othmar einen besonderen Kreuzweg gestaltet. In sieben Stationen wurde das Leiden und Sterben Jesu betrachtet. Bibelszenen waren mit Mödlinger Erzählfiguren dargestellt.


 

1. Station
Jesus hat Angst und geht in den Garten Getsemani um zu beten

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Jesus hat Angst und geht in den Garten Getsemani um zu beten

Sie kamen zu einem Grundstück, das Getsemani heißt, und er sagte zu seinen Jüngern: Setzt euch und wartet hier, während ich bete.
Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da ergriff ihn Furcht und Angst, und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht! Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe. Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst (soll geschehen).
Und er ging zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Simon, du schläfst? Konntest du nicht einmal eine Stunde wach bleiben? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Und er ging wieder weg und betete mit den gleichen Worten.
Als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen; und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.
Und er kam zum dritten Mal und sagte zu ihnen: Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Es ist genug. Die Stunde ist gekommen; jetzt wird der Menschensohn den Sündern ausgeliefert. Steht auf, wir wollen gehen! Seht, der Verräter, der mich ausliefert, ist da.
(Mk 14, 32-42)

Jesus hat Angst und geht in den Garten Getsemani um zu beten

Petrus: Wir waren sehr erschöpft, wir wollten nichts anderes als schlafen und neue Kraft gewinnen. Dass Jesus sich zum Gebet zurückziehen wollte, war nichts Außergewöhnliches.

Jakobus: Es fiel mir aber auf, wie unruhig und bedrückt Jesus an diesem Abend war. Und nie zuvor hat er uns mitten in der Nacht geweckt, um uns flehentlich zu bitten, mit ihm gemeinsam zu wachen und zu beten.

Johannes: Es ging ihm nahe, dass Judas nicht mehr unter uns war. Denn nun wusste er genau, dass er von ihm verraten werden könnte. Sicher hat er im Gebet darum gerungen, ob er flüchten oder der Konfrontation standhalten soll. Vom Garten Getsemani aus hätte er mit einem schnellen Fußmarsch in wenigen Minuten den Ölberg erreichen können. Von dort tut sich nach Osten hin die judäische Wüste mit ihren Höhlen und Verstecken auf. Er hätte sich dort unbemerkt verbergen können. Aber Jesus hat sich für das Standhalten entschieden. Im Gespräch mit dem Vater hat er erkannt: das ist Gottes Wille.

Jesus hat Angst und geht in den Garten Getsemani um zu beten

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aktualisiert am 09-Mär-2007
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