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Rund
um Ostern
Im Jahr 2006 verdichten sich die Osterfeierlichkeiten
in die Mitte des Aprils. Ein Grund genug, einen "Rundgang"
durch Ostern in St. Othmar zu machen. Seit zwei Jahren
gibt es bei uns am Gründonnerstag
wieder den Ritus der Fußwaschung, welcher auch heuer,
sollten sich genügende Frauen und Männer finden, stattfinden
soll. Die Eucharistie, deren Einsetzung auch gefeiert
wird, soll in beiderlei Gestalt empfangen werden können.
Nach der Feier kommt das Allerheiligste in die Wochentagskapelle,
wo auch die Trauermette gefeiert wird. Zum Schluss wird
es in den Karner übertragen, ein Gebäude, welches uns
alle an Tod und Auferstehung erinnert. Der Karfreitag
wird bewusst ohne Eucharistie gefeiert. Es gibt in St. Othmar
auch keine Kommunionspendung an diesem Tag. Es wird
in der Wochentagskapelle ein schlichtes Kreuz daran
erinnern, dass Jesus aus Liebe zu uns seinen Tod auf
sich genommen hat. Der Karsamstag bleibt abgesehen von
der Speisensegnung frei von besonderen liturgischen
Feiern. Er soll bewusst "leer" bleiben. Aber
zugleich ist der Karsamstag eine Zeit der Hoffnung.
Bereits in der Alten Kirche, als die Osternacht
der wesentliche Tauftermin war, war die Zeit vor dieser
Nacht eine Zeit des stillen Gebets und der Einstimmung
auf die Sakramente. Bei der Segnung der Speisen werden
wir das Emmaus-Evangelium hören. Viele Menschen befinden
sich heute in der Situation der Emmausjünger vor der
Begegnung mit dem Auferstandenen Herrn. Diese Begegnung
könnten wir Wunder im Alltag nennen. Wir könn(t)en daran
mitwirken, dass dieses Wunder geschieht!
Ihr Pfarrer Richard Posch
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Rückblick: Familienfasttag - Suppensonntag
Die Pfarre konnte € 1.193 überweisen und damit
Projekte unterstützen, die Frauen Schutz vor Gewalt,
Hilfe bei Durchsetzung von Rechten, Bildung- kurz gesagt
ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Danke!
Rückblick: Erlebniswelt "An welchen Gott glauben?"
Die Erlebniswelt im Pfarrheim von St. Othmar wurde am
Samstag, dem 25. März 2006, eröffnet und war noch bis
Sonntag, 2. April 2006, zu sehen. Sie hatte zum Zweck,
Gott auf verschiedene Weise näher bringen, durch Hören,
Sehen und Tasten: Ein Dreieck aus Tüchern stellt die
Dreifaltigkeit Gottes dar: "Wenn wir das Dreieck
betreten, zeigt uns das, dass wir in der Dreifaltigkeit
leben." Bei einer Station wird das Wirken Gottes
bei der Taufe verdeutlicht, bei einer anderen, wie Gott
durch die Heiligen wirkt. Weiters wird aufgezeigt, welche
Verheißungen im Alten Testament sich im Neuen erfüllen.
Bei der letzten Station können die Besucher ihre Erfahrungen
nach dem Rundgang durch die Erlebniswelt in einem Brief
fassen, der den Schreibern in ein paar Monaten dann
zugeschickt wird. Wir danken Pastoralassistentin Bärbl
Metz und den Mitarbeiterinnen für diese Initiative,
die mit viel Arbeit verbunden war!
Noch einmal: Zur Fußwaschung
Ursprünglich gesehen als Bestandteil der
Taufliturgie, wurde dieser Ritus in der klösterlichen
Hausliturgie heimisch, fand mit der Zeit auch in der
Kathedralliturgie ihren Platz, um sich als Bestandteil
der päpstlichen Liturgie im lateinischen Westen Ende
des 16. Jahrhunderts durchzusetzen. Der Ritus muss in
Beziehung zum verkündeten Wort bleiben - so kann das
Wort zur Handlung werden. Gewiss kann man argumentieren,
das Zeichen der Fußwaschung habe in unserem Alltag
keinen "Sitz im Leben" mehr; in einigen
Gemeinden wird sie daher durch andere Zeichen ersetzt.
Die Fußwaschung bleibt aber dennoch ein starkes
Zeichen, welches nicht nur zur Gemeinde spricht sondern
auch zum Priester. Es unterstreicht den Dienstcharakter
seines Amtes. Die Fußwaschung feiert die Liebe des
Herrn, der uns in diesem Zeichen ein Beispiel gegeben
hat. "Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit
auch ihr tut, wie ich euch getan habe". (Joh 13,15)
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