UNSER GLAUBENS-JA(HR)
Das heurige Arbeitsjahr soll so sein wie ein Naturlehrpfad, dem man folgt, um immer wieder innezuhalten, zu staunen und sich zu informieren über das, was einem am Weg begegnet. In unserem Fall sollen es die verschiedenen Artikel des apostolischen Glaubensbekenntnisses sein, ein Bekenntnis, das wir manchmal bewusst, manchmal eher aus einer Routine heraus am Sonntag sprechen. Diese Artikel sollen in verschiedenen Veranstaltungen und Vorträgen näher kennengelernt werden.
Den Anfang haben wir gesetzt mit der heurigen Pfarrwallfahrt nach Heiligenkreuz, welche unter dem Motto "Ich glaube" stand. Am 22. Oktober gibt es ein Impulsreferat zum Thema "Gott der Vater", Die Jungscharaufnahme am Christkönigsfest wird unter dem Zeichen "Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn" stehen. Am 2. Dezember gibt es im Rahmen von Adveniat einen Impulsvortrag zum Thema "Empfangen durch den Heiligen Geist".
Genauere Informationen werden in den jeweiligen Gemeindeblättern zu finden sein, das ganze Programm auf den Faltblättern und Plakaten in den Kirchen sowie auf der Homepage www.othmar.at. Einen guten Glaubensweg im GLAUBENS-JA(HR) wünscht Pfarrer Richard Posch.
Der Bußakt
Ein Bußakt vor der Messfeier entspricht der Situation des Menschen als Sünder. Als fixer Bestandteil vor jeder Messe galt seit langem das confiteor (Ich bekenne...), welches bereits im Frühmittelalter bekannt war.
Die theologische und kirchliche Dimension der Buße kam darin deutlich zum Ausdruck. Die IchForm des Bekenntnisses lässt jeden als ganz persönlich schuldig erscheinen. Es wurde früher sowohl in der Sakristei vom Priester und der Assistenz gebetet als auch zu Beginn der Liturgie vom ganzen Volk. Heute stehen einem neben dem confiteor verschiedene andere Möglichkeiten offen. Eine nicht sehr häufig verwendete Form besteht aus einem Doppelpaar von Psalmversikeln: "Erbarme dich, Herr unser Gott erbarme dich...". Die dritte Form des Bußaktes ist eine umfunktionierte Kyrie-Litanei: Lobpreis wird mit einem Bußruf verbunden.
Allen drei Formen des Schuldbekenntnisses schließt sich eine Vergebungsbitte an. An die Stelle des Bußaktes kann in allen Sonntagsmessen, auch schon in den Vorabendmessen, die Segnung und die Ausspendung des Weihwassers treten. Der Brauch der alten "Asperges-Prozession" - so genannt nach der zu Beginn gesungenen Antiphon - war seit dem frühen Mittelalter weit verbreitet und sowohl ein Tauferinnerungs- als auch ein Bußritus.
Pfarrer Richard Posch
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