Die Darbringung der Gaben durch die Gläubigen ist keineswegs das "Opfer" der Messe, aber ein zeichenhafter Ausdruck des Eingehens in das eine Opfer Christi. Den Gabengang gibt es bereits in den ersten Jahrhunderten des Christentums. Zu Beginn der Gabenbereitung brachten die Gläubigen Naturalgaben dar: Brot und Wein, aber auch Öl, Wachs, Blumen.
Im Frühmittelalter kam die Gabenprozession ab, da man das tägliche Brot nicht mehr als für die Eucharistie geeignet hielt und die Zahl der Kommunikanten immer geringer wurde. Mit dem Wandel von Naturalien zur Geldwirtschaft kam das Spenden von Münzen auf und die Gläubigen blieben auf ihren Plätzen.
Die Gabendarbringung wird im aktuellen Messbuch empfohlen. In der Pfarre St. Othmar versuchen wir sie dort, wo es besonders sinnvoll erscheint, zu ermöglichen.
Das GLAUBENS-JA(HR) schließt in diesem Monat mit dem Glaubensfest, welches sich an die Fronleichnamsfeier am 10. Juni anschließt. Im Gegensatz zu den früheren Jahren soll die Prozession am Kirchenplatz vor St. Othmar enden (Beginn des Glaubensfestes um ca. 11.30), wo es zunächst Speisen und Getränke aus verschiedenen Ländern gibt. Außerdem werden die Mödlinger Erzählfiguren wieder zur Geltung kommen. Für Kinder gibt es ein Programm im Pfarrgarten. Verschiedene Sing- und Musikgruppen der Pfarre werden auch mitwirken. Bei weniger geeigneter Witterung endet die Prozession wie bisher üblich bei der Spitalkirche (Pfarrheim).
Ich bitte darum, dort, wo die Prozession vorbeiführt (Pfarrgasse, Schrannenplatz, Freiheitsplatz, Badstraße, Babenbergergasse), nach Möglichkeit die Fenster zu schmücken.
Pfarrer Richard Posch
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