Liebe Pfarrgemeinde!
Ab dem 14. September ist ein im Juli in Rom veröffentlichtes Apostolisches Schreiben zu befolgen, wonach es unter bestimmten Umständen möglich sein wird, auch nach dem Römischen Missale von 1962 die Hl. Messe zu feiern.
"In manchen Gegenden hingen durchaus nicht wenige Gläubige den früheren liturgischen Formen, die ihre Kultur und ihren Geist so grundlegend geprägt hatten, mit großer Liebe und Empfindung an, dass bereits Papst Johannes Paul II., geleitet von der Hirtensorge für diese Gläubigen ... die Möglichkeit zum Gebrauch des Römischen Messbuchs zugestand, das von Johannes XXIII. im Jahr 1962 herausgegeben worden war".
Dennoch ist das von Paul VI promulgierte Römische Messbuch (das heute gängige in der Volkssprache gehaltene Missale) die ordentliche Ausdrucksform der Messfeier, das alte Missale (von Pius V promulgierte und von Johannes XXIII. neu herausgegeben) hat als außerordentliche Ausdrucksform der Feier zu gelten. Des Weiteren heißt es:
"In Pfarren, wo eine Gruppe von Gläubigen, die der früheren Liturgie anhängen, dauerhaft existiert, hat der Pfarrer deren Bitten, die Hl. Messe nach dem Missale von 1962 zu feiern, bereitwillig aufzunehmen. Er selbst hat darauf zu achten, dass das Wohl dieser Gläubigen harmonisch in Einklang gebracht wird mit der ordentlichen Hirtensorge für die Pfarre, wobei Zwietracht zu vermeiden ist und die Einheit der ganzen Kirche zu fördern ist".
Persönlich meine ich dazu, dass die heute übliche Feier der Eucharistie besser als ihre Vorgängerform dazu geeignet ist, die (vor allem im Zweiten Vatikanischen Konzil formulierte) Theologie der Liturgie durch Zeichen zum Ausdruck zu bringen.
Pfarrer Richard Posch
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