Fasten - Zeit der Erneuerung
Fasten - mit allen Sinnen So könnten wir die österliche Bußzeit, die den Monat März ganz ausfüllt, in diesem Jahr begehen. Es gibt ja die alltäglichen Übersättigungen in jeder Hinsicht.
Wir werden überflutet mit Bildern: ein Sinnbild dieses Phänomens ist das Videoclip, welches es sowohl am PC wie auch in den Fernsehprogrammen gibt. Die Bilder sollen schnell vorbeirauschen, wir werden nicht eingeladen, uns mit Inhalten und Aussagen zu befassen. Betrachten wir doch einfach wieder einmal in aller Ruhe ein Bild, ein gutes Foto oder noch besser eine gute Aussicht. Lernen wir wieder bewusst zu sehen. Nehmen wir bewusst wahr, was sich um uns abspielt.
Lernen wir wieder bewusst zu hören! Meiden wir die akustische Berieselung, wenn es sich machen lässt. Genießen wir ein gutes Musikstück, aber auch die Stille, hören wir die leisen Untertöne, hören wir den Menschen um uns wieder zu.
Kommen wir wieder auf den "guten Geschmack". Der Verzicht von bestimmten Speisen und Getränken während der Fastenzeit kann dazu beitragen, dass wir bewusster wahrnehmen, was wir zu uns nehmen. Mittlerweile gibt es bereits den Trend in Richtung "Slow Food" als Gegenbewegung zu "Fast Food". Wir dürfen unserem Leib auch etwas Gutes tun. Weniger kann mehr sein.
Der Geruchssinn ist immer schon in mehrdeutig gewesen: "Ich kann diesen Menschen nicht riechen..." Verbreiten wir einen guten Duft? Genießen wir die verschiedenen Gerüche des Vorfrühlings, öffnen wir das Fenster und achten auf den Geruch.
Spüren wir die Menschen um uns herum bewusster. Achten wir auf die Art, wie wir Menschen um uns in jeder Hinsicht berühren. Rekapitulieren wir unsere Begegnungen. Blicken wir dabei immer auf die heilende Berührung Jesu!
In diesem Sinne wünsche ich eine "sinnliche" Fastenzeit!
Pfarrer Richard Posch
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