am 5. Juni 2011
"Jesus, der gute Hirte" war das Motto der heurigen Eucharistievorbereitung. Das Wetter sieht in der früh schon entgegen allen Prognosen sehr schön aus und bleibt es den ganzen tag. Und so finden sich die festlich gekleideten Kinder im Karner ein, wo sie eine Zweierreihe bilden, um mit ihren Tischmüttern (und ihrem Tischvater) in die Kirche einzuziehen. Vom Taufstein geht es dann mit brennenden Taufkerzen zum Altarraum. Erfreulich ist es zu hören, dass die Kinder die Lieder kräftig mitsingen. Nach einer kurzen Einführung in das Thema und dem anschließenden Beginn der Feier mit entsprechenden Gesängen hören wir die Lesung aus der Apostelgeschichte von einem Buben gelesen, der auch unter den Kommunionkindern ist. Mit der Evangelienprozession geht es durch die Kirche wieder zum Ambo, wo Diakon Gerhard Stingl das Evangelium verkündet.
Nach dem Evangelium erklärt der Pfarrer den Kindern, warum sich Jesus als der gute Hirt bezeichnet. Er erzählt von Hirten, denen er im Süden Italiens begegnet ist, denen man ansehen konnte, dass sie immer bei ihren Schafen waren und sich auch um die Herde kümmerten. Dabei machten sie oft eigenartige Laute, auf die Schafe offensichtlich ansprachen.
Dann bringen Kinder verschiedene Gegenstände, die zum Hirten gehören nach vorne: den Hirtenstab, der einerseits Stütze ist, aber auch dazu dient, Eindringlinge zu vertreiben, den Mantel, der Schutz bietet, weil der Hirte bei jeder Witterung bei seinen Schafen ist, der Hut, der Schutz vor der Sonne bietet und dem Hirten ermöglicht, vorauszuschauen. Jesus bezeichnet sich als den guten Hirten, da er auch mit uns geht und bei uns ist, wenn wir selber auf ihn schauen, dann finden wir den richtigen Weg in unserem Leben. Und wenn wir Jesus, dem guten Hirten folgen, dann tun wir dieses Gemeinsam - nicht jeder für sich: daher das Bild der Herde. Es gibt die Klassengemeinschaft, es gibt die Pfarrgemeinde, es gibt auch Tischrunden. Um das anzudeuten bringen Kinder noch zwei Schafe nach vor.
Nach dem Glaubensbekenntnis in Frageform, tragen einige Kinder selbst formulierte Fürbitten vor. Dann bringen andere die eucharistischen Gaben aber auch Brot nach vor, auch sie kommen erstmals zum Tisch des Herrn. Der Altar ist mit einem Tuch geschmückt, auf welchem das Leitmotiv der heurigen Kommunionvorbereitung abgebildet ist. Auf Wunsch der Tischmütter stehen auch die Taufkerzen der mitfeiernden Kinder während der Feier auf dem Altar. Zum Abschluss des Hochgebetes kommen die Kommunionkinder nach vor und bilden einen Kreis. Hier werden sie gemeinsam das Vater Unser singen und auch die Kommunion empfangen. Nach der Kommunion werden sie wieder nach vorne treten und ein Lied singen, zu dem sie auch Bewegungen machen können: Es geht drunter und drüber...
Es folgt das Schlussgebet, die Dankesworte des Pfarrers und verschiedene Verlautbarungen. Nachher gibt es am Kirchenplatz eine Agape und im Pfarrcafe ist eine Stärkung für die Kirchenbesucher vorbereitet. Am Nachmittag um 17 Uhr finden sich viele Kinder mir ihren Eltern und Verwandten wieder in der Kirche ein - es ist Dankandacht. Nach dem Gesang eines bekannten Liedes hören wir einen Abschnitt aus der Apostelgeschichte, wo es um die Urgemeinde geht. Ein Merkmal dieser Gemeinde war der Gemeinschaftssinn und auch das Brechen des Brotes, das was wir Sonntag für Sonntag feiern. Wir singen anschließend das Vater Unser, dann werden die Kreuze, die wir heuer als Erstkommuniongeschenk vorgesehen haben, gesegnet, zusammen mit anderen geeigneten Geschenken, die Kinder zu diesem Anlass bekommen haben. Während des Gesangs von "Ich bin der gute Hirte" erhalten die Kinder einen Einzelsegen und dazu ihr Erstkommunionkreuz. Nach dem Schluss-Segen wird weiter gesungen und es geht zur Jause ins Pfarrtreff.
Text: Pfarrer Richard Posch
Fotos und Bildunterschriften: Susi und Roland Dihanich


















Erstkommunionvorbereitung 2011...
aktualisiert am 07-Jun-2011
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