Fest der Bekehrung des Hl. Apostels Paulus

am 25. Jänner


1 Saulus wütete immer noch mit Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohenpriester

2 und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des (neuen) Weges, Männer und Frauen, die er dort finde, zu fesseln und nach Jerusalem zu bringen.

3 Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.

4 Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

5 Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.

6 Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst.

7 Seine Begleiter standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand.

8 Saulus erhob sich vom Boden. Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts. Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus hinein.

9 Und er war drei Tage blind und er aß nicht und trank nicht.

Apostelgeschichte 9,1-9


Bekehrung des Hl. Apostels Paulus

Papst Benedikt XVI. hat für die Zeit von 28. Juni 2008 bis 29. Juni 2009 ein Paulusjahr ausgerufen. Anlass ist der 2000. Geburtstag des Apostels der Völker, Paulus von Tarsus. Das Fest der Bekehrung des Hl. Apostels Paulus wird am 25. Jänner gefeiert, dieser fällt im Jahr 2009 auf einen Sonntag. Daher wurde in der Othmarkirche die Bekehrung des Hl. Apostels Paulus mit Mödlinger Erzählfiguren dargestellt.

Paulus, der auch den Namen Saulus trug, war ursprünglich ein streng gläubiger Jude. Als solcher konnte er nicht glauben, dass dieser Jesus von Nazareth der Messias gewesen sein sollte. Das Leben und Sterben Jesu passte nicht in das Bild, das Paulus von einem Messias hatte. Völlig ausgeschlossen war für ihn, dass der Messias einen Verbrechertod am Kreuz sterben sollte. Er sah es daher als seine wichtigste Aufgabe an zu verhindern, dass immer mehr Juden zur Lehre dieses Jesus überliefen.

Auf dem Weg zur Christenverfolgung nach Damaskus hatte er ein dramatisches Erlebnis. Was er genau erlebte wissen wir nicht. Obwohl er später viele Briefe schrieb, die in der Bibel überliefert sind, bereichtete er selbst keine Details über dieses Erlebnis. Jedenfalls führte das Erlebnis für ihn zu der Erkenntnis, dass er bisher auf dem falschen Weg war, dass er umkehren musste, dass er die Anhänger Jesu nicht verfolgen durfte, sondern selbst ein Anhänger dieses neuen Weges werden musste.

Damit befand er sich nun in einer schwierigen Situation. Für seine Familie und seine bisherigen Freunde stand er als Verräter da, der zur Gegenseite übergelaufen war. Für die Anhänger Jesu war er immer noch der gefürchtete Feind. Sie konnten zunächst nicht glauben, dass er nun mit ihnen auf dem Weg war. Man nimmt an, dass er einige Jahre in der Wüste verbrachte, im Kampf mit sich selbst. Schließlich fand er die richtige Entscheidung und wurde zum Apostel der Völker. Auf seinen Reisen gab er die Lehre Jesu an viele Menschen weiter.


Bekehrung des Hl. Apostels Paulus


aktualisiert am 24-Jan-2009
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