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Samstag, 10. September 2011
Wunderschöner Spätsommertag, heiß
Unterwegs sind:
Heidi und Kurt
10.30 Uhr Bad Reichenhall Luitpoldbrücke
12.00 Uhr Unterjettenberg Kapelle
14.00 Uhr Haiderhof (eine Stunde Mittagsrast)
15.00 Uhr Staatsgrenze - wir sind wieder in Österreich
16.00 Uhr Unken (eine Stunde für Kirchenbesuch und Eiskaffee-Pause)
18.00 Uhr Reith Kircherl
18.45 Uhr Au Antoniuskapelle
19.30 Uhr Bairau
19.45 Uhr Teufelssteg
20.00 Uhr Lofer
Wir gehen an der Luitpoldbrücke los, die Saalach und den Saalach-Stausee entlang. Vor der Kapelle in Unterjettenberg machen wir einen genauen Blick auf die Karte und die Wegbeschreibung im Buch und stellen fest, dass wir am "falschen" Ufer der Saalach gegangen sind. Das erklärt uns, warum wir bisher kein einziges Jakobsweg-Schild gesehen haben, worüber wir uns sehr gewundert haben. Diese Unachtsamkeit unsererseits am Beginn des Weges war aber - Gott sei Dank - nicht weiter tragisch, da die Wege in Unterjettenberg zusammenführen, es war nicht einmal ein Umweg, lediglich vermuten wir, dass am "richtigen" Weg bzw.Ufer der Autolärm der Bundesstraße nicht zu hören gewesen wäre.
Die Hitze dieses Spätsommertages wird gemildert durch schattige Wege und die frische und kühle Luft, die uns von der Saalach her immer wieder anweht. Selbst den Kühen ist heiß, sie suchen Abkühlung in den Fluten der Saalach. Auch Menschen tun das - in Kajak - oder Rafting Booten.
Gleich nach dem Haiderhof haben wir dann wieder österreichischen Boden unter den Füßen. Der Grenzübertritt ist unspektakulär, die Tafel "Achtung Staatsgrenze" ist seitlich im Gebüsch ziemlich verwachsen und wir übersehen sie beinahe.
Die ganze Etappe führt fast durchwegs, mit nur kurzen Abweichungen, am Ufer der Saalach entlang und ist landschaftlich besonders reizvoll.
Radfahrer begegnen oder überholen uns, die Wege sind hauptsächlich geschotterte Güterwege, wenige Abschnitte asphaltiert, manchmal auch richtig angenehme Wald - und Wiesenwege.
Nach der Antoniuskapelle in Au können wir wählen, entweder über den Driftsteig hinunter zur Saalach oder über Wiesen und Felder durch Bairau. Die in Kürze zu erwartende Dämmerung (es herbstelt ja schon!) macht uns die Entscheidung leicht, wir nehmen den "helleren" Wiesen- und Feldweg.
Besonders beeindruckt uns der sich immer wieder auftuende Blick auf die Berge und das Alpenglühen am Abend - richtig schön kitschig, aber es ist Wirklichkeit!
Zweimal werden wir heute mit Glockengeläute willkommen geheißen : die Kirchturmuhr der Jakobskirche in Unken schlägt vier Uhr, als wir zur Kirche hinaufgehen.
Am Teufelssteg über der rauschenden Saalach vernehmen wir das Läuten zur Wandlung - es ist gerade Abendmesse in der Loferer Kirche.
So wie das stetige Fließen der Saalach, begleitete uns der Text eines schönen Liedes:
Von der Erde nehme ich die Kraft, aus dem Himmel nehme ich das Licht,
von unserm Herrgott weiß ich mich gesegnet, und vom Leben nehme ich die Liebe,
lass sie fließen durch mich - fließen,
lass sie frei...
Ein Projekt der Frauenrunde
Text und Fotos: Heidi Kolomaznik


































aktualisiert am 19-Mar-2012
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