Nachdem wir dieses Jahr die Heimatpfarren der einzelnen Frauen in unserer Runde besucht haben und Leopold Ostermann uns manchmal begleitet hat, hat er uns in seine Heimatpfarre Kirchschlag in der Buckligen Welt eingeladen. Wir sind am 21. Juni 2007 um 8 Uhr mit zwei Privatautos in St. Michael gestartet und waren kurz nach 9 Uhr in Kirchschlag. Am Dach des Gemeindeamtes konnten wir einen Storch mit drei Jungen im Nest sehen! Der Bruder von Leopold, Michael Ostermann, empfing uns vor der Kirche. Nach einem kurzen Abstecher ins Heimatmuseum, wo wir uns über Kirchen in der Buckligen Welt informieren konnten, begannen wir mit einem Wortgottesdienst, den Leopold für uns (vorbildlich!) vorbereitet hatte. Danach erzählte uns Michael Ostermann interessante Dinge über die sehr schön renovierte Kirche, die Johannes dem Täufer geweiht ist. Uns ist der ungewöhnliche Platz des Taufbeckens mitten im Altarraum aufgefallen. Die Osterkerze wird jedes Jahr vom Pfarrer selbst verziert. Über eine Wendeltreppe kamen wir auf den Chor, von dort durften wir weiterklettern auf den Turm hinauf bis zu den Glocken. Wir sind furchtbar erschrocken, denn gerade in dem Moment fing das 10 Uhr Läuten an... Besonders beeindruckt hat uns alle die Besichtigung des Festspielhauses mit einem Blick hinter die Kulissen. Michael Ostermann hat uns auf die Bühne, in den Orchestergraben, die Garderoben, die Kleider- und Sandalen Depots und ins "Requisiten- und Techniker Kammerl" geführt. Er selber spielt auch bei den Passionspielen mit, die alle fünf Jahre stattfinden. Wir haben uns fest vorgenommen, die Passionspiele im Jahr 2010 zu besuchen! Trotz der Hitze stand nun eine kleine "Bergbesteigung" auf dem Programm, die Kreuzweg-Kapellen führten uns hinauf zum Friedhof, in der Kreuzigungs-Kapelle beteten wir ein "Vater unser" für die Verstorbenen. Nach einer kurzen Autofahrt nach Lembach ließen wir uns im schattigen Gastgarten des Gasthauses Stocker ein leckeres Mittagessen servieren! Nach einer kleinen "Sightseeing-Tour" durch die Heimat von Leopold (wir kamen an den Häusern zweier Geschwister vorbei, sowie an der Volksschule, die Leopold besucht hatte) waren wir bei Michael Ostermann und seiner lieben Frau eingeladen. Ein Teil der Gruppe musste nach einem schnellen Kaffee und einem ausgezeichneten Strudel von Frau Ostermann (nicht zu süß, besonders saftig, das ganze Haus hat danach geduftet, er war noch warm!) wegen diverser Verpflichtungen wieder zurück nach Mödling. Wir anderen haben noch eine Weile in dem gastlichen Haus bei Eis und Himbeeren nett geplaudert. Dann hat uns Leopold noch sein Elternhaus gezeigt. Zuerst ging es in den Stall, in dem sich die etwa 30 Kühe frei bewegen können. Wegen der großen Hitze, waren fast alle im Stall und nicht draußen auf der Wiese. Die Tochter des Nachbarn hat uns erklärt, wie der vollautomatische, computergesteuerte Stall (Melkmaschine, Fütterung etc.) funktioniert. Beim Haus gibt es eine kleine Kapelle. Der Vater von Leopold hat sie erbauen lassen, als Dank dafür, dass er gut heimgekommen ist vom Krieg. Einmal im Jahr wird dort auch Messe gefeiert! Wir sehen das Haus, in dem Leopold geboren wurde. Sein Bruder Josef Ostermann kommt gerade von der Feldarbeit, wir werden mit einem guten Ribiselsaft in der Küche bewirtet und lernen Maria, die Tochter von Josef kennen. Wir sind dankbar für diesen schönen Tag in der reizvollen Landschaft der Buckligen Welt und dafür, dass uns Leopolds Familie so herzlich empfangen hat! Elisabeth hat uns durch Gewitter und Sturm wieder sicher nach Mödling gebracht.
Ein Projekt der Frauenrunde | |||||||||
![]() Kirche Johannes der Täufer in Kirchschlag ![]() Am Dachboden der Kirche in Kirchschlag ![]() Im Passionsspielhaus ![]() Kreuzigungs-Kapelle ![]() Frauenrunde mit den Brüdern Leopold und Michael Ostermann ![]() Gemütliche Runde im Gasthaus ![]() Kaffeejause bei ... ![]() ... Familie Michael Ostermann ![]() Vor der Heimkehrerkapelle, gestiftet von Vater Ostermann ![]() Leopold Ostermann vor seinem Elternhaus ![]() Die Brüder Leopold und Josef Ostermann |
aktualisiert am 13-Mar-2010
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