Labyrinth in St. Othmar - Wie alles begann

Es war nach Weihnachten im Jänner 2004. Bei der Pfarrteambesprechung ging es um die Fastenzeit. Pfarrer Richard Posch, Kaplan Peter Schipka und ich überlegten thematische Schwerpunkte. Wir sprachen über dieses und jenes. Peter meinte dann, wir könnten doch Einkehrnachmittage für verschiedene Gruppen veranstalten.

Labyrinth aus Plastikfolie
Labyrinth auf Plastikfolie
Kerzenlabyrinth
Kerzenlabyrinth im Advent
Blumenlabyrinth
Blumenlabyrinth im Pfarrgarten
Blumenlabyrinth
Blumenlabyrinth im Pfarrgarten

Kaplan Peter Schipka und ich übernahmen die weiteren Überlegungen. Wir legten ein Thema und den Ablauf fest. Um zu verhindern, dass wir den ganzen Nachmittag nur sitzen, dachten wir nach, was wir machen können, um uns auch ein bisschen zu bewegen. Ich weiß nicht mehr wie, aber auf einmal kam uns in den Sinn, wir könnten doch ein Labyrinth gehen.

Gesagt getan. Ich sprach mit Elisabeth Müller, wie wir das machen können. Es war sicher, dass wir für unser Vorhaben nur den Jungscharraum benützen können, da wir die anderen Räume für Gruppenarbeiten brauchen. Und es war auch nur drinnen möglich, da das Wetter zu dieser Jahreszeit zu unsicher ist.
Ich wusste, dass es bei der Katholischen Jugend der Erzdiözese ein Labyrinth auf einer Plastikfolie gibt. Dieses Labyrinth müssten wir jede Woche aus Wien holen und wieder zurückbringen. Es wiegt übrigens circa 25 Kilo!

Elisabeth und ich beschlossen, "das machen wir uns selbst".
Und so entstand das Labyrinth auf der blauen Plastikfolie mit einem Durchmesser von 5 Meter. Wir studierten ein Labyrinthbuch nach dem anderen und eigneten uns ein gewisses Grundwissen darüber an. Elisabeth Müller beschäftigte sich noch mehr als ich damit.

Im Advent 2004 gestalteten wir das erste Kerzenlabyrinth bei Adveniat am Platz vor der Othmarkirche. Dieses Labyrinth bestand aus Plastikbechern mit Kerzen - es war trotz der Beschwerung mit Schottersteinen sehr windanfällig.

Zum Dankefest im Juni 2006 entstand ein Blumenlabyrinth im Pfarrgarten. Die Blumen gestaltete die Frauenrunde aus Stoffstreifen, die auf Holzstäbchen befestigt wurden.

Anfang Mai 2006 fand eine Begehung des Kirchenplatzes durch den ehemaligen Baudirektor Dr. Erich, Pfarrer Richard Posch, Doris Frass, Anton Karner und mir statt, als vor Beginn der Neugestaltung des Kirchenplatzes der Vorstand des Pfarrgemeinderats zu einem ersten Informationsaustausch mit der Stadtgemeinde eingeladen war. Beim Gehen über den Platz sagte ich zum Bauamtsdirektor: "Es wäre doch schön, wenn bei der Neugestaltung des Platzes auch ein Labyrinth entstehen könnte." Die Vision, in St. Othmar ein ständiges Labyrinth als spirituellen Ort zu haben und auch dem Platz damit eine zusätzliche Funktion zu geben, wurde aufgegriffen:

Ein Steinlabyrinth mit Rasen dazwischen, nach der gotischen Vorlage in San Vitale in Ravenna.

So hat alles begonnen.

Bärbl Metz



aktualisiert am 21-Mai-2018
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