27. Mödlinger Orgelsommer 20102. Konzert: 5. August 2010, 20.00 UhrEva BREGER (Orgel)
Eva Breger: Die in Wien geborene Organistin studierte an der Wiener Universität für Musik Orgel (bei Rudolf Scholz), Klavier, Klavier-kammermusik, Kirchenmusik und Improvisation und schloss ihre Studien mit dem Konzertdiplom Orgel sowie den Staatsprüfungen in Orgel und Klavier jeweils mit Auszeichnung und der Sponsion zum Mag. art. ab. Meisterkurse in Frankreich und Niederlande (Haarlem) ergänzten ihre Studien. Seither gibt die Interpretin laufend Konzerte im In- und Ausland, mehrmals trat sie als Organistin bei Konzerten im Rahmen der jährlichen Franz Schmidt-Tage auf. Eva Breger leitet an der Musik- u. Singschule Wien eine Klavier- und Orgelklasse und ist dort außerdem als Korrepetitorin tätig. Im kirchenmusikalischen Bereich war sie längere Zeit Organistin an der Schubertkirche in Wien-Lichtental und spielt derzeit an der Kirche St. Anna-Baumgarten in Wien.
Johannes Breger: Geb. 1987 in Wien. Erhielt während seiner Schulzeit Unterricht in Blockflöte, Gitarre und E-Gitarre und lernt seit 2005 Dudelsack bei Albin Paulus an einer Wiener Musikschule. Sein Hauptinstrument ist Schäferpfeife (Dudelsack in französischer Bauart), gelegentlich spielt er aber auch Schottischen bzw. Balkan- Dudelsack. Mehrmals spielte er bei Auftritten mit Albin Paulus in Wien (Club Ost). Johannes Breger absolviert derzeit eine Berufsausbildung in Salzburg. Zum Programm: Der Dudelsack tritt seit dem Mittelalter in den verschiedensten Bauarten, historisch und regional bedingt, auf. Unterschiede bestehen hauptsächlich in der Größe, dem Tonumfang und in der Klangfärbung. Der Dudelsack hatte immer große Bedeutung als Instrument zum Tanz, vor allem beim Volkstanz, aber auch im höfischen Bereich. In Schottland ist der Dudelsack in der Militärmusik gebräuchlich. Orgel und Dudelsack sind insofern verwandte Instrumente, als die Zungenpfeifen der Orgel eine ähnliche Bauweise haben wie der Dudelsack (Rohrblatt bzw. Metallzunge zur Tonerzeugung) und die Luftzufuhr durch ein Gebläse erfolgt. Originalliteratur für beide Instrumente wird man kaum finden, allerdings gibt es in der Barockzeit, vor allem in Frankreich, Originalliteratur für Dudelsack und Basso continuo (auf einem beliebigen Tasteninstrument ausführbar). Bezeichnenderweise zeigt sich im französischen Orgelbau des Barock und auch später eine Vorliebe für Zungenregister auf der Orgel. (Anmerkung: Die Orgel von St. Othmar besitzt vier Zungenregister.) So stellt L. N. Clérambault, französischer Barockkomponist, in seinen Suiten für Orgel die verschiedenen Soloregister der Orgel (Zungen- und Obertonregister) in den einzelnen Sätzen vor. Michel Corrette schrieb seine Suite für ein Soloinstrument und Basso continuo. Sie ist in Tonumfang und Charakter auch sehr gut für Dudelsack geeignet. In der Renaissance war der Dudelsack ein beliebtes Instrument. Es entspricht jedoch dieser Stilepoche, dass die Besetzung von Musikstücken nicht eindeutig fixiert und eine wechselnde Besetzung durchaus üblich war. Die Musiksammlungen von Tielman Susato (Niederlande) und Pierre Phalèse (Frankreich) aus dem 16. Jhdt. enthalten größtenteils nicht Eigenkompositionen sondern beliebte und bekannte Melodien der Zeit, teilweise von anonymen Verfassern. So ist die Melodie "Une jeune fillette" bei Phalése als Pavane verzeichnet, dieselbe Melodie gibt es aber auch im Bereich der geistlichen Musik mit dem Choraltext "Von Gott will ich nicht lassen". Beim heutigen Abend werden drei Bearbeitungen derselben Melodie aus drei verschiedenen Zeitepochen einander gegenübergestellt (Phalése, Bach, Matter). PROGRAMM
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aktualisiert am 13-Aug-2010 Mitteilungen bitte an webmaster@othmar.at | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||