P. Maximilian (Clemens) Krausgruber OCist
Priester aus Mödling
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Das Jahr 2002 war das Jahr der Berufung. Dies nahmen wir zum Anlass, einen aus Mödling stammenden Priester vorzustellen:
Pater Maximilian (Clemens) Krausgruber OCist lebt im Stift Zwettl. Im Gespräch mit Andreas Burkhart erzählt er von seinem persönlichen Weg zum Priestertum.
Foto links: Pater Maximilian am Pfingstmontag 2006 bei der Firmung in Mödling
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A.B.: Du kommst aus Mödling, wir haben gemeinsam in der Pfarre St. Othmar ministriert. Jetzt lebst du im Stift Zwettl. Was hat dich dazu bewogen Priester zu werden und in einen Orden einzutreten?
M.K.: Kloster übte schon immer eine Faszination auf mich aus. Als ich ein Kind war, besuchte meine Familie öfters einen bekannten Pater in Heiligenkreuz, so dass mir das Ordensleben schon früh vertraut war.
A.B.: Wann hast du dich entschlossen Priester zu werden? Hast du schon in der Schule daran gedacht?
M.K.: Im Gymnasium ist der Wunsch Priester zu werden eher in den Hintergrund getreten. Nach Matura und Bundesheer arbeitete ich im Bundesrechenamt als Programmierer und begann nebenbei mit dem Jusstudium. Zur Vorbereitung auf eine größere Prüfung habe ich im Herbst 1980 mehrere Wochen im Stift Zwettl zugebracht. Dabei hat mich die Faszination des Klosterlebens wieder eingeholt.
A.B.: Was hast du dann gemacht, wie war dein weiterer Werdegang?
M.K.: In den darauffolgenden zweieinhalb Jahren habe ich überlegt welchen Weg ich einschlagen sollte. Zu Ostern 1983 wurde mir schließlich klar, dass ich mich der Herausforderung stellen musste. Am 15. August 1983, also zu Maria Himmelfahrt, wurde ich in Zwettl eingekleidet. Dann habe ich in den Jahren 1984 bis 1990 in Salzburg und Rom Theologie studiert und wurde schließlich zu Ostern 1990 zum Priester geweiht.
A.B.: Was sind deine Aufgaben und wie sieht dein Tagesablauf aus?
M.K.: Unser Leben im Kloster ist von den Zeiten des gemeinsamen Gebets in der Früh, zu Mittag und am Abend geprägt und gegliedert. Der Tag beginnt mit den Vigilien um 6.00 morgens. Nach dem Frühstück um 7.00, gehe ich am Vormittag meiner Arbeit nach: Seit 1995 bin ich für den wirtschaftlichen Bereich des Klosters zuständig und seit drei Jahren unterrichte ich an unserer Schule, der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft in Ysper, Politische Bildung und Umweltrecht, ein Resultat meines Jusstudiums.
Um 12.00 ist Mittagshore und anschließend Mittagessen. Danach setzen wir uns noch bei einer Tasse Kaffee zusammen, bevor wir uns am Nachmittag wieder unserer Arbeit widmen. Um 17.30 ist Eucharistiefeier und danach Vesper. Nach dem Abendessen klingt der gemeinsame Tag mit der Complet aus.
A.B.: Wie gestaltet sich das Zusammenleben in deiner klösterlichen Gemeinschaft?
M.K.: Sicher ist es so, dass wegen unserer vielfältigen Aufgaben jeder sehr viel zu tun hat. Wir bemühen uns aber dennoch, das Gespräch miteinander nicht zu kurz kommen zu lassen.
A.B.: Glaubst du, dass diese Form der Lebensgestaltung noch zeitgemäß ist?
M.K.: Auf jeden Fall! Ich merke das auch an den vielen Besuchern. Ein Kloster ist immer noch ein besonderer Ort, an dem die "vertikale Dimension" des Menschen, das heißt seine Beziehung zu Gott, spürbar wird.
A.B.: Was gefällt dir besonders an deinem Beruf, der ja auch Berufung ist?
M.K.: Mir gefällt die Vielfalt der Tätigkeiten, von der Seelsorge über die Schule bis hin zum Fremdenverkehr habe ich hier Möglichkeiten, die ich in keinem anderen Beruf vorfände.
A.B.: Wie kann man, kannst du, junge Menschen auf ihre spezielle Aufgabe im Leben ansprechen?
M.K.: Am Wichtigsten ist hier wohl das eigene Beispiel. Wir Christinnen und Christen sind gerufen, deutlich zu machen, dass wir Erlöste sind. Diese innere Freude sollte auch nach außen deutlich sichtbar sein, dann sind wir glaubwürdig.
A.B.: Danke für das Gespräch.
Das Interview führte Andreas Burkhart, Interviewidee Elisabeth Gamauf
aktualisiert am 31-Mär-2007
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