Zypernreise der Pfarre St. Othmar
vom 13. - 20. April 2007

Am 13.4. flogen wir mit sehr viel Verspätung aus Wien ab und kamen am 14.4. um 3:30 Uhr in Larnaka an.

Der Tag war der Hauptstadt Nikosia und dem türkisch besetzten Teil von Zypern gewidmet. Wir besuchten die Johanneskirche, welche die Kirche des Erzbischofs ist und machten einen Rundgang durch die Altstadt. Wir fuhren an die Nordküste nach Kyrenia mit seinem schönen Hafen und der Burg. Nach einem Besuch der Klosterkirche und des Kreuzganges der Abtei Bellapais ging es zurück nach Larnaka.

Nikosia - Johanneskirche Kyrenia - Festung Bellapais - Kreuzgang
Nikosia
Johanneskirche
Kyrenia - Festung Bellapais - Kreuzgang

Am Sonntag, dem 15.4., ging es zuerst zur Kirche des heiligen Lazarus, wo wir eine der schönsten und größten Ikonostasen von Zypern bewundern konnten. Wir haben Teile des griechisch-orthodoxen Gottesdienstes miterlebt und waren sehr beeindruckt. Es ging weiter in das kleine Dorf Kiti, wo wir die Angeloktistos Kirche (die von den Engeln erbaute), mit ihrem sehr gut erhaltenem Marienmosaik aus dem 6. Jahrhundert, besichtigten. An diesem Tag konnten wir noch drei Scheunenkirchen bewundern, welche zum Weltkulturerbe zählen. In der Kreuzkuppelkirche Agios Nikolaos tis Stegis war ein Fresko mit der stillenden Maria zu sehen. Am Abend dieses Tages bezogen wir unser Hotel in Paphos, wo wir - mangels anderer Möglichkeiten - in einem Seminarraum die heilige Messe feierten.

Am Montag, dem 16.5., fuhren wir über Polis nach Latsi und anschließend mit einem Schiff entlang der Küste. Zurück machten wir eine zweistündige Wanderung durch eine wunderschöne Landschaft, vorbei am Bad der Aphrodite. Danach besuchten wir noch das Kloster Ajios Neophytos mit Fresken des 12. - 16. Jahrhunderts.

Larnaka - Lazaruskirche Kykko - Kloster Kykko - Mosaik der entschlafenen Muttergottes
Larnaka
Lazaruskirche
Kykko - Kloster Kykko - Mosaik der
entschlafenen Muttergottes

Am Dienstag, dem 17.4., waren wir hauptsächlich am Troodosgebirge bei kühlen 7 Grad, Wind und Regen unterwegs. Auf der Fahrt zum Troodosgebirge besichtigten wir das Kloster Chrysorrogiatissa (13. Jh.). Auf der Rückfahrt kamen wir zum Kloster Kykko, dem größten und reichsten Kloster Zyperns. Im Hof dieses Klosters befindert sich die Ikone der Gottesmutter, die "nicht von Menschenhand" gemalt wurde. Diese Ikone wird dem Apostel Lukas zugeschrieben. Wir sahen auch noch das Kloster Kalopanayiotis (drei Kirchen unter einem Dach).

Am Mittwoch, dem 18.4., fuhren wir zu den Königsgräbern, wo wir großartige Mosaikfußböden bewundern konnten. In der Kirche in Jeroskipos, welche für katholische und anglikanische Gottesdienste vorgesehen ist, feierten wir die heilige Messe. Vor dieser Kirche gibt es die sogenannte Paulussäule, wo Paulus mit 39 Peitschenhieben (40 - 1) ausgepeitscht wurde. Weiters konnten wir den Garten der Aphrodite bewundern und die Kirche Paraskevi besichtigen. Nach dem Besuch der 5-Kuppelkirche aus dem 10. Jh. ging es wieder zurück nach Paphos.

Paphos - Kirche von Jeroskipos Paphos - 5-Kuppelkirche Felsen der Aphrodite
Paphos - Kirche von Jeroskipos Paphos - 5-Kuppelkirche Felsen der Aphrodite

Der Donnerstag, der 19.4., war der Stadt Limassol gewidmet. Wir fuhren am sagenhaften Geburtsort der Aphrodite vorbei und feierten in der katholischen Kirche von Limassol die heilige Messe. Wir besichtigten die interessante Markthalle dieser Stadt und das mittelalterliche Kastell, welches auf einer früheren Kirche, in welcher angeblich Walther von der Vogelweide geheiratet hat, erbaut wurde. Den Abschluß dieses Tages bildete die Besichtigung des Heiligtums des Apollo Hylates und des römische Theaters mit dem frühchristlichen Gemeindezentrum von Kourion. Das Haus des Eustolios mit christlichen Symbolen in den Mosaikfußböden war sehr beeindruckend.

Limassol - Katholische Kirche Limassol - Kathedrale Paphos - Bucht
Limassol
Katholische Kirche
Limassol - Kathedrale Paphos - Bucht

Den Freitag Vormittag verbrachten wir entweder in unserem Hotel, in der Stadt Paphos oder am Strand, um dann mit dem Autobus zum Flughafen nach Larnaka gebracht zu werden. Aufgrund einer perfekt deutschsprechenden, sehr gebildeten zypriotischen Reiseleiterin konnten wir viel über die Geschichte, Kultur und Politik Zyperns erfahren.

Text und Fotos: Heidi Wimmer


aktualisiert am 04-Mai-2007
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